{"id":215,"date":"2014-12-13T22:01:48","date_gmt":"2014-12-13T22:01:48","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/wp_kape\/?page_id=215"},"modified":"2019-09-24T22:15:33","modified_gmt":"2019-09-24T20:15:33","slug":"presse","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.kammerchorpesterwitz.de\/?page_id=215","title":{"rendered":"Presse"},"content":{"rendered":"<h4>S\u00e4chsische Zeitung, 29.5.2019<\/h4>\n<h6>Nicht nur Clara Schumann &#8211; Konzert des Kammerchores Pesterwitz<\/h6>\n<h5>VON MAREILE HANNS<\/h5>\n<p>Denkt man an komponierende Frauen, so f\u00e4llt einem &#8211; speziell in diesem Jahr ihres 200. Geburtstags &#8211; vor allem Clara Schumann ein. Aber es gab noch mehr Komponistinnen, auch solche, die es wie Clara nicht einfach in ihrem Dasein und mit ihrer Profession hatten. Bei Clara Schumann war es das Leben mit dem schwierigen Gatten Robert, der zu versorgenden gro\u00dfen Familie und den schwierigen \u00e4u\u00dferen Umst\u00e4nden. Fanny Hensel stand immer im \u00fcberm\u00e4chtigen Schatten ihres Bruders Felix Mendelssohn Bartholdy. Zu Beginn des vorigen Jahrhunderts k\u00e4mpfte die hochbegabte Lili Boulanger nicht nur mit der kompositorischen M\u00e4nnerwelt, sondern vor allem mit ihren eigenen Gebrechen.<br \/>\nDas Konzert in der Dresdner Musikhochschule widmete sich diesen Komponistinnen mit einem klugen, wundersch\u00f6nen Programm ganz im Zeichen des Lenzes. Es wurde viel von den Farben des Fr\u00fchlings, dem Erwachen von Natur und Liebe, idyllischen Fr\u00fchlingsn\u00e4chten gesungen &#8211; man meinte den Duft des Lenzes f\u00f6rmlich zu sp\u00fcren.<br \/>\nDer lichten, impressionistisch angehauchten Farbenwelt Lili Boulangers standen Lieder von Fanny Hensel gegen\u00fcber, reich an Empfindungen, schw\u00e4rmender Romantik. Susanne Prager las zarte Naturlyrik von Selma Meerbaum-Eisinger, einer 1942 ebenfalls fr\u00fch verstorbenen Dichterin. In das Gesamtkonzept f\u00fcgten sich die drei Lieder der Dresdner Komponistin Silke Fraikin nicht nur gut ein, nein &#8211; sie stellten in ihrer phantasievollen Intimit\u00e4t eine lohnenswerte Bereicherung dar.<br \/>\nDer Kammerchor Pesterwitz unter Anne Horenburg pr\u00e4sentierte sein feines, rundes Klangbild, agil und ebenso pr\u00e4zise wie lebendig. Das atmete Frische und Transparenz, intonatorisch vorz\u00fcglich und auf besondere Weise souver\u00e4n auch im Umgang mit diffizilen stimmlichen und gestalterischen Anspr\u00fcchen, etwa in Silke Fraikins \u201eD\u00e4mmerung&#8220; oder ihrer Urauff\u00fchrung \u201eBl\u00e4tter&#8220; &#8211; mit gro\u00dfen Tonumf\u00e4ngen, expressiven Ausbr\u00fcchen, geheimnisvollem Summen und Zischen. Keck und munter erklang Fanny Hensels \u201eUnter des Laubdachs Hut&#8220; oder auch voller Zauber die \u201eMorgend\u00e4mmerung&#8220; nach Geibel.<br \/>\nNahtlos verbanden sich der Chorgesang und die Solistinnen in optimaler, klanglicher Weise, z.B. in der duftigen Miniatur \u201eRenouveau&#8220; von Lili Boulanger.<br \/>\nMit gestalterischem Gesp\u00fcr und stimmlicher Sch\u00f6nheit ging Britta Schwarz den hochromantischen Sololiedern auf den Grund. Anna Palimina konnte mit ihrer klaren, silberhellen Sopranstimme \u00fcberzeugen. Besonders ihre vielschichtige Auseinandersetzung mit Ausschnitten von Boulangers dreizehnteiligem Zyklus \u201eClairi\u00e8res dans le ciel&#8220; sollte im Ohr bleiben. Sie verwirklichte die Vorstellung der Sch\u00f6pferin perfekt, dass die Lieder mit &#8222;dem Gef\u00fchl gesungen werden, eine Vergangenheit hervorzurufen, die voller Frische geblieben ist&#8220;. In der ihr eigenen, feinsinnigen Art war Christine Hesse am Fl\u00fcgel die ideale, inspirierende Partnerin.<br \/>\nDem machtvollen, emphatischen Lobgesang auf die Sonne \u201eHymne au Soleil&#8220; schloss sich in stimmungsvollem Kontrast noch eine A-cappella-Zugabe an, die alle Mitwirkenden vereinte: Hensels \u201eAbschied&#8216; nach Eichendorff &#8211; sehr schlicht und in sich ruhend.<\/p>\n<h5>Frau Hanns erlaubte freundlicherweise, ihren Text hier zu ver\u00f6ffentlichen.<\/h5>\n<hr>\n<h4>Dresdner Neueste Nachrichten, 11.9.2018<\/h4>\n<h6>Ein gro\u00dfes Geschenk zum Jubil\u00e4um<\/h6>\n<h6>Bachs Messe in h-Moll erklang in Pesterwitz<\/h6>\n<h5>VON MAREILE HANNS<\/h5>\n<p>Ob es 1068 tats\u00e4chlich die erste urkundliche Erw\u00e4hnung des heutigen Pesterwitz in Gestalt eines Burgward Bvistrici gab oder nicht, wei\u00df man nicht so genau. Sei&#8217;s drum &#8211; dieses Datum ist die Grundlage f\u00fcr das jetzt gro\u00df gefeierte, 950. Jubil\u00e4um mit Festumzug, Weinfest, phantasiereichen Puppen und Masken in den Vorg\u00e4rten und Musik. Sicher hingegen ist, dass es bereits um 1100 eine Kirche auf dem Burgberg gab. die heutige Jakobuskirche. Mit der Kantorin Anne Horenburg ist auf die Kirchgemeinde und den Ort selbst ein ausgesprochener Gl\u00fccksfall zugekommen. Neben dem vielgestaltigen kirchenmusikalischen Leben der Gemeinde hat sie sich besonders mit dem seit 1999 bestehenden Kammerchor Meriten erworben. Es ist ein Ensemble, dessen Ausstrahlung weit \u00fcber die Grenzen des hoch \u00fcber Freital und Dresden gelegenen Ortes hinaus reicht. So manches Chormitglied bringt sicher ein erhebliches Mehr an musikalischer Vorbildung mit, als es sonst in Kantoreien \u00fcblich ist. Aber trotzdem bleibt Bewunderung, wie es Anne Horenburg immer gelingt, diese musikalische Qualit\u00e4t zu erreichen, einen Chor zu bilden ohne wirklichen stimmlichen Schwach-punkt und sich auch an schwierigste Werke heranzutrauen.<br \/>\nZu dem gro\u00dfen Jubil\u00e4um musste es \u201enat\u00fcrlich&#8220; mit Johann Sebastian Bachs Messe in h-Moll eines der absoluten Gipfelwerke der Musik sein. Auch beim soundsovielten H\u00f6ren dieser Messe steht man staunend und bewegt davor. Die kompositorische Phantasie Bachs, die ausschweifende polyphone Kunst, der religi\u00f6se Tiefgang &#8211; diese Messe ist ein absoluter Geniestreich. Und etwas von der Begeisterung daf\u00fcr und der Ehrfurcht vor dem Werk lag auch \u00fcber der Auff\u00fchrung unter Anne Horenburg in Pesterwitz.<br \/>\nDer Kammerchor pr\u00e4sentierte klangliche Geschmeidigkeit, Frische, steigerte sich im rechten Augenblick zu immenser Klangpracht, wu\u00dfte aber auch innezuhalten (\u201eEt incarflatus&#8220;). Das im Wesentlichen ausgewogene und von souver\u00e4ner Intonation gepr\u00e4gte Klangbild des Chores erhielt seine Kr\u00f6nung von der ausgesprochen h\u00f6hensicheren Sopranen (,Credo&#8220;) und wahren Prachtb\u00e4ssen. Letztere gaben dem Chor ein wundersch\u00f6nes Fundament, wof\u00fcr die unbeirrt voranschreitenden Figuren im \u201eSanctus&#8220; das beste Zeugnis waren. Sorgf\u00e4ltig und pr\u00e4zise wurden die Fugen gebaut. Dass Anne Horenburg bei besonders heiklen Chorstellen auch die Solisten zu Hilfe nahm, ist dabei v\u00f6llig legitim und tat der insgesamt ausgezeichneten Wiedergabequalit\u00e4t keinen Abbruch. Die intensive Probenarbeit trug musikalisch wie hinsichtlich der gestalterischen Durchdringung reiche Frucht.<br \/>\nMit dem Telemannischen Collegium Michaelstein hatten Spezialisten f\u00fcr die Musik des 17. und 18. Jahrhunderts an den Orchesterpulten Platz genommen. Sie brachten denn auch einen fein differenzierten Part und ein warmes Timbre ein. Besonders hervorzuheben sind die durchweg herrlichen Leistungen der Holzbl\u00e4ser &#8211; die makellose Tongebung der Fl\u00f6tistinnen Dora Ombodi und T\u00fcnde Molnar, die bet\u00f6rend sch\u00f6nen Oboent\u00f6ne von Robert Herden und Annelie Matthes sowie die blitzsauber agierenden Fagottistinnen Eva Maria Horn und Michaela Bieglerova &#8211; und das fein akzenturierende Continuo um Sebastian Knebel.<br \/>\nAuch im solistischen Bereich, der aus Marie H\u00e4nselt, Britta Schwarz, Kim Schrader und Cornelius Uhle bestand, gibt es nichts zu m\u00e4keln &#8211; im Gegenteil. An diesen Positionen sang man in jeder Hinsicht \u00fcberzeugend, ob es nun das zart-innige \u201eLaudamus&#8220;, die pr\u00e4chtige Bass-Arie \u201eEt in spiritum sanctum&#8220; oder aber die fr\u00f6hlich dahin eilende Tenor-Arie \u201eBenedictus&#8220; war. Und als Britta Schwarz ganz in sich ruhend und v\u00f6llig schn\u00f6rkellos in das \u201eAgnus Die&#8220; eintauchte, war das einfach nur begl\u00fcckend. Klug proportioniert entwickelt sich dann das \u201eDona nobis pacem&#8220; zu jener ergreifenden Schlusssteigerung, die es sein soll.<\/p>\n<h5>Frau Hanns erlaubte freundlicherweise, ihren Text hier zu ver\u00f6ffentlichen.<\/h5>\n<hr>\n<h4>S\u00e4chsische Zeitung, 26.2.2018<\/h4>\n<h6>Globuli f\u00fcrs Volk<\/h6>\n<h5 style=\"text-align: justify;\">VON SEBASTIAN THIELE<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8230; Anstelle der drei G\u00f6tter im St\u00fcck steht der Kammerchor Pesterwitz im zweiten Rang. Und singt den Text \u00fcber den K\u00f6pfen des Publikums. Oder er imitiert virtuos vermeintliche Regenger\u00e4usche. Diese klangvollen Arrangements von Benedikt Schiefer sind echte Farbtupfer des Abends. Vergeblich verrenkt sich das Publikum die H\u00e4lse nach oben, um den G\u00f6tter-Chor zu schauen. &#8230;.<\/p>\n<hr>\n<h4>Freie Presse, 25.2.2018<\/h4>\n<h6>Theaterst\u00fcck am Staatsschauspiel Dresden: &#8222;Los, sucht euch selbst den Schluss&#8220;<\/h6>\n<h5>VON GARIELE FLEISCHER<\/h5>\n<p>&#8230; Die immer mal wieder aufwallenden Wolken m\u00f6gen zwar die G\u00f6tter ank\u00fcndigen, die den guten Menschen suchen &#8211; aber sie sind verzichtbar. Denn daf\u00fcr gibt es den hervorragend aufgestellten Kammerchor Pesterwitz. Die Damen und Herren agieren vom zweiten Rang mit Paul Dessaus Musik als G\u00f6tter, sorgen f\u00fcr Ger\u00e4usche und haben dabei eine solche fordernde Aussprache, mal laut, mal zischelnd, dass es einem im Parkett erschaudern l\u00e4sst. &#8230;<\/p>\n<hr>\n<h4>nachtkritik.de, 24.2.2018<\/h4>\n<h6>Der gute Mensch von Sezuan \u2013 Nora Schlocker holt Brecht in Dresden konzentriert und ohne falsche Aktualisierung auf die B\u00fchne<\/h6>\n<h5>Alles hat zwei Seiten &#8211; VON MATTHIAS SCHMIDT<\/h5>\n<p>&#8230;Einen Abend, der ohne viel technisches Chichi auskommt. Na gut, ein bisschen Nebel, ab und an. Sonst herrschen Ruhe und Konzentration. Der Kammerchor Pesterwitz f\u00fcllt kraftvoll aus dem zweiten Rang mit Dessaus Musik den Saal und gibt zudem verschiedene Ger\u00e4usche. Regen zum Beispiel &#8211; leichtes Klatschen. Verbl\u00fcffend. So etwas kann nur das Theater. &#8230;<\/p>\n<hr>\n<h4>THEATER, 27.2.2018<\/h4>\n<h6>Der gute Mensch von Sezuan im Staatschauspiel Dresden<\/h6>\n<h5>VON BARBARA STAUDENMAIER UND MEIKE KRAU\u00df<\/h5>\n<p>&#8230;Noch mit voller Saalbeleuchtung erscheint Anton Petzold als Wassertr\u00e4ger auf der B\u00fchne. Die Zuschauer*innen verstummen und bei den ersten, geradezu g\u00f6ttlichen Harmonien des Kammerchors von den obersten R\u00e4ngen der Trib\u00fcnen dreht sich so mancher Kopf suchend blickend nach hinten um. G\u00e4nsehaut \u00fcberkommt einen, bei dieser musikalischen Kraft. &#8230;<\/p>\n<hr>\n<h4>Dresdner Neueste Nachrichten, 26.2.2018<\/h4>\n<h6>Gef\u00fchlvolles Kolorit statt statt scharfer Dialektik<\/h6>\n<h5>VON THOMAS PETZOLD<\/h5>\n<p>&#8230; Statt der drei G\u00f6tter, die bei Brecht die Provinz Sezuan heimsuchen, um nur einen einzigen guten Menschen zu finden, bietet sie (Nora Schlocker) gar einen ganzen Kammerchor (aus Pesterwitz) auf, der von der H\u00f6he des ersten Ranges in mystisch klangvollen Ges\u00e4ngen seine Erwartungen und Belehrungen von sich gibt. &#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>S\u00e4chsische Zeitung, 29.5.2019 Nicht nur Clara Schumann &#8211; Konzert des Kammerchores Pesterwitz VON MAREILE HANNS Denkt man an komponierende Frauen, so f\u00e4llt einem &#8211; speziell in diesem Jahr ihres 200. Geburtstags &#8211; vor allem Clara Schumann ein. 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